ROCK GEGEN RECHTS

Vor ausverkauftem Haus haben Schüler, Eltern, Lehrer, Musiker und Poetry Slammer am Freitag, dem 13. Januar 2017 im Musikzentrum in Hannover ein lautstarkes Zeichen gegen Rassismus und für Toleranz und Zivilcourage gesetzt. 

Das Rockfestival am Ende unserer Projektwoche „Meine Schule gegen Rechts“ anlässlich der Verleihung des Siegels Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage war ein Riesenerfolg mit Punk, Rock, mächtigen Worten und Haltung.

Alles begann im Sommer 2016. Schüler unserer Schule fanden sich zusammen, entwarfen Bändchen mit dem Slogan „Meine Schule gegen Rechts“ und fanden große Bands, die sich mit diesen Bändchen fotografierten und deutlich machen: Jawoll – wir setzen ein Zeichen gegen Rechts und Intoleranz und Rassismus!

Hoch die Arme! Die Fotos findet ihr auf unserer Instagram-Seite.

Am Abend des 13. Januar rockten die Bad Nenndorf Boys, die Trashkids, Heading for tomorrow, der Wahlbereich Rockband der IGS Roderbruch, Stereodrama und die Monsters of Liedermaching das Musikzentrum. Die Stimmung war ausgelassen und heiter, der Saal tobte und tanzte: 600 Schüler, Eltern, Lehrer, kleine Geschwister und Musiker.

Die Band StereoDrama spielte bereits am Vormittag bei uns in der Schule und schrieb für uns und unser Projekt einen eigenen Song „We Are One“. Sehr beeindruckend ist es, Schüler und Musiker, die eigentlich auf großen Festivals spielen, gemeinsam auf der Bühne zu erleben. Gänsehaut, als die Geige einer Schülerin einsetzt und die Rockmusik  mit sich trägt.

Nachdenklich stimmte uns der Text des Poetry Slammers Tobias Kunze, der auch ehemaliger Schülers der IGS Roderbruch ist. Augen und Ohren auf, den Kopf anschalten und dem dummen Geschwatze der Populisten die Stirn bieten. Danke Tobi: für deine Worte und deinen Text! Beeindruckend auch der Text unseres brasilianischen Austauschschülers Julio Coelho.

Die Trashkids mahnten vor ihrem Auftritt„Gegen etwas zu sein, ist immer der einfache Weg. Aber er ist destruktiv und führt uns nur noch weiter in die Krise. Für etwas zu sein und dafür einzustehen: das brauchen wir jetzt! Deshalb sind wir dafür, Brücken zu bauen und uns nicht abzugrenzen und Lager zu bilden. Wir sind für mehr Information und Transparenz. Wir müssen Halbwahrheiten entlarven und nicht verbreiten. Der Wert der Wahrheit steht über allem.“

13873191_10154484153393854_7008172391414919503_nMartin Riesch ist der Sänger und Rapper 2schneidig. Martin war während der Aktionswoche bei uns in der Schule und leitete den interaktiven Workshops „Respekt und Toleranz“. Es wurde viel gesprochen, analysiert und ausprobiert und die Schüler lernten Elemente der HipHop-Kultur kennen. So standen mehrere Tanz-Einheiten, eine Songwriting-Session sowie ein Rap-Training auf dem Stundenplan. Am Freitagabend standen die Schülerinnen dann auf der Bühne des Musikzentrums. Sie performten gemeinsam mit ihrem Mentor 2schneidig.

Ministerpräsident Stephan Weil ist Pate unseres Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und er lobte unser vorbildliches Engagement für mehr Toleranz, Zivilcourage und ein weltoffenes Miteinander.

img_3051Stellvertretend für die Schüler sprachen Antonia Rodriguez und Liv Wachtel über ihre Motivation, ein deutliches Zeichen gegen Populismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wurde den Schülern durch die Landeskoordinatorin Claudia Schanz vom niedersächsischen Kultusministerium überreicht.

Das war eine wunderbare Projektwoche mit einem würdigen, knallbunten und wortgewaltigen Abschluss im Musikzentrum. Danke an alle, die das möglich gemacht haben. Das Siegel „Meine Schule gegen Rechts“ steht bei uns nicht nur auf dem Papier. Wir leben es. Jeden Tag in der Schule, im Miteinander, im Umgang, im Austausch. Mit viel ansteckender Energie und mit Leben.