Eiskalter Tod!

Als ich aufstand, bemerkte ich den Schnee, welcher sich kalt und nass durch meine Finger quetschte, während ich mich abstütze.

Ich hob verwundert meine rechte Hand und schaute auf meine Handinnenflächen. Währenddessen erkannte ich kleine Anballungen an Schneekristallen auf meiner Hand, die sich langsam verflüssigten und tropfenweise von meiner Hand flossen. Nach einigen Sekunden fing meine Hand, von der Kälte, langsam an zu schmerzen und ich schüttelte den restlichen Schnee ab. Ich ging einige Schritte voran und blickte mich um und bemerkte, dass ich vollkommen alleine war. In der Ferne sah ich einige Silhouetten, welche Bergen ähnelten. Mein Blick schweifte weiter durch die weite Landschaft und ich erkannte weitere von Schnee überzogene Berge. Alles war in tiefes Weiß gehüllt. Plötzlich fing es an zu knacken unter mir. Sofort senkte sich mein Blick und mir wurde bewusst, dass gerade unter mir das Eis anfing zu brechen. Daraufhin lief ich blitzschnell los und versuchte dem aufbrechenden Eis zu entkommen, doch schlagartig fiel ich durch den Boden ins Wasser undich nahm einen lauten Schrei war. Nach einigen Sekunden umschloss mich eine Kälte, welche ich noch nie zuvor verspürte. Während mich so langsam mein Bewusstsein verließ bemerkte ich, dass der Schrei von eben von mir kommen musste. Wenige Momente danach fiel ich weiter nach unten aus dem Wasser heraus auf den zugefrorenen See auf dem ich vor Sekunden schon stand. Komplett irritiert drehte ich mich einige Male um, um festzustellen dass hinter mir ein blaues grelles Licht sich aus dem Boden aufbäumte. Es sah aus als würde es aus dem Boden wachsen. Wie Feuer flackerte es in verschiedensten Blautönen derweil es etwa 2 Meter in die Höhe ragte. Interessant wurde es als ich bemerkte wie warm mir auf einmal wurde. Angesichts dessen beschloss ich mich dem Licht zu nähern. Beinahe kurz vor dem atemberaubenden Lichtspektakel überkamen mich Zweifel. Ich fragte mich, was ich hier machte und wieso das alles passierte. Ebenfalls verlor ich mein Vertrauen und verfiel langsam in Panik. Ruckartig wurde mir schwindelig und mir wurde schwarz vor Augen.
Meine Augen öffneten sich langsam und mich durchzog eine Art Wärme wie ich sie noch nie zuvor verspürt hatte, bis mich wieder diese einsame Kälte umhüllte. Doch etwas war anders: Ich sah Männer und Frauen vor mir, die mich besorgt anstarrten. Ein Sanitäter beugte sich über mich und hatte zwei metallene Gegenstände in seinen Händen. Verwirrt guckte ich nach links und sah ihn – Liam. Ich sah ihn, wie er voll mit Blut überströmt einfach so dar lag neben unserem brennenden Auto. Langsam wurde mir bewusst was passiert war und wohin wir unterwegs waren. Mich übermannte langsam eine Art Gefühl, welches ich nicht gewohnt war. Klar und deutlich verstärkte sich dieses Gefühl bis mir schmerzlich klar wurde, dass es Angst war.
Blitzschnell wurde mir wieder schwarz vor Augen und ich fiel wieder durchs eiskalte Wasser auf die Eisschicht, die mir so bekannt war.

 

Eine Kurzgeschichte von Leona Wehrenberg.